Was erwarten Sie von einem Interim CFO?

Schärfen Sie Ihre Sinne – dann finden Sie die Unterstützung genau dann und in der Form, wie es Ihr Geschäft erfordert. Wenn Sie Ihre Erwartung klar definieren, wird die Zusammenarbeit zum Erfolg. Die folgende Umfrage richtet sich an Unternehmer und Mitarbeiter, die den Einsatz eines Interim CFO planen oder bereits entsprechende Erfahrung gesammelt haben. Nutzen Sie die Fragen als Anregung für Ihre Auswahlkriterien oder schauen Sie gern wieder auf interim-cfo.com vorbei, wenn die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht werden.

Hier geht’s zur Umfrage: Erwartungen an Interim CFOs

Übrigens: Eine Umfrage zu den Erwartungen der Interim Manager an Ihre potenziellen Auftraggeber ist in Vorbereitung.

Gute Gründe für den Einsatz eines Interim CFOs

ein Beitrag von Milan Uhe (Gründer und geschäftsführender Freelance Partner)

Der Freelance-Markt boomt. Auch im Bereich Finance. Das beweist nicht nur die steigende Anzahl an Finance-Freelancern, sondern auch die stetige Zunahme an Projektaufträgen in diesem Fachgebiet. Die topausgebildeten und talentierten Freelancer kümmern sich um operative Aufgaben genauso, wie um strategisch aufgestellte Einsätze mit Leitungscharakter, welche stets auf Honorarbasis abgerechnet werden.

Die Unternehmen profitieren effektiv von den Erfahrungen und Kenntnissen eines Interim CFOs, wenn es um zeitlich befristete Sonderprojekte, Übergangsvakanzen, Elternzeitvertretungen oder Neustrukturierungen geht. Die temporäre Einstellung eines Interim CFOs lohnt sich nicht nur in solchen, sondern auch in anderen Kontexten, und zwar ganz konkret aus den folgenden Gründen.

  1. Wissen ist Macht: Fachliche Kompetenz und großer Erfahrungsschatz

Bei Interim CFOs handelt es sich um hochqualifizierte freiberufliche Führungskräfte mit Expertise im Bereich Finanzen. Teilweise bringen sie auch einschlägige Markt- und Branchenkenntnisse mit. Da Freelancer bereits bei zahlreichen Unternehmen tätig waren und eine Menge profunder Erfahrung sammeln konnten, verfügen sie häufig über mehr Know-how als so manch festangestellter CFO. Ihr breit aufgestelltes Wissen nehmen sie immer wieder aufs Neue mit in den nächsten Projekteinsatz.

  1. On demand: Kurzfristige Verfügbarkeit und hohe Flexibilität

Interim CFOs glänzen zudem durch zeitliche Flexibilität: Für Unternehmen ist es einfacher, kurzfristig einen Interim CFO zu finden, als einen Festangestellten, denn Interim CFOs sind in der Regel sofort verfügbar, vorausgesetzt, sie sind aktuell nicht in einem Projekt gebunden.

  1. Gekommen, um zu gehen: Hohe Effizienz mit zeitlich befristeten Einsatz

Interim CFOs kommen in ein Unternehmen, um wieder zu gehen. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich ihre Arbeitsweise als hochgradig lösungs- und zielorientiert ab: Da Freelancer es gewohnt sind, sich schnell und effektiv in neue Strukturen hineinzudenken und in neue Führungsaufgaben einzuarbeiten, haben sie in puncto Produktivität, Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit und Motivation oftmals die Nase weit vorn.

Ein Freelancer nimmt zudem nicht den Platz von einer anderen Person ein oder sogar weg, sondern verlässt das Unternehmen wieder, sobald die Aufgabe erledigt ist. Das Konkurrenzdenken und Ellbogengeschichten entfallen somit. Darüber hinaus verfügen Freelancer über hohe Entscheidungsqualitäten, da sie weniger Rücksicht nehmen müssen, was politische Fallstricke im Unternehmen angeht was die Unternehmen in wichtigen Anliegen oft schneller voranbringt.

  1. Wirtschaftlichkeit: keine Nebenkosten und kalkulierbare Tagessätze all incl.

Freelancer haben weder Anspruch auf Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, noch genießen sie einen Kündigungsschutz. Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung finanzieren sie zu 100% selbst. Zudem fallen sogenannte Fringe Benefits wie Computer oder Handy weg, da diese von Freelancern meist selber mitgebracht werden, um auch der Scheinselbständigkeit weiter entgegen zu wirken. Somit fallen die Personalfixkosten und der Verwaltungsaufwand bei Freelancern minimal aus.

Die auf Honorarbasis vereinbarte Vergütung eines Interim CFOs erscheint zwar auf den ersten Blick relativ hoch, doch Unternehmen sollten diese Kosten immer als Investition sehen: Denn innerhalb kürzester Zeit erledigen Freelancer eine bestimmte Aufgabe auf extrem hohem Niveau.

Wo findet man sie nun, die Freelancer und Interim Manager?

Rund um die Vermittlung von Freelancern wie z.B. auch Interim CFOs hat sich mittlerweile ein ganz eigener Kosmos entwickelt. Freelance Partner ist ein auf den Berliner Raum spezialisierter Personalvermittler, der Freelancer und Interim Manager mit Unternehmen zusammenbringt.

Milan Uhe ist Gründer und Geschäftsführer von Freelance Partner. Immer wieder stellt er fest, wie die Schnelligkeit der Vermittlung die Unternehmen erstaunt. „Wir stehen mittlerweile mit über 5.000 Freelancern in engem Kontakt und können somit auf ein großes Netzwerk an hochqualifiziertem Freelancern und Interim Managern zurückgreifen. Es dauert meist nur wenige Stunden, bis wir Freelancer und Unternehmen vernetzt haben.“

People Business + Local Business = Freelance Partner

Der persönliche Kontakt zu den Unternehmen sowie eine offene und transparente Kommunikation spielt laut Milan Uhe bei Freelance Partner eine große Rolle. „Wir kennen die Wünsche und Probleme von etablierten Firmen sowie auch die von Startups. Wir besuchen unsere Kunden gerne vorab, um zu prüfen, wie deren Kultur und Prozesse zu beschreiben sind, wie sie ticken und wen sie möglicherweise in zeitlich befristeten Projekten benötigen“. Folglich treffen wir auch unsere Freelancer nach Möglichkeit persönlich, um einen besseren Eindruck von ihnen im Falle einer kurzfristigen Vermittlung haben. Somit stehen wir auch mit einer Reihe von Interim CFOs bereits seit mehreren Jahren in Kontakt und erfreuen uns eines vertrauensvollen Austauschs, egal, ob auf der Seite des Kandidaten oder auch des Kunden im Einsatz als Interim CFO.

10 Tipps zu Honoraren beim Einsatz von Interim Managern

Gespräche mit potenziellen Kunden oder Berufskolleginnen und Berufskollegen zeigen immer wieder: Es gibt Anhaltspunkte aber auch sehr viel Spielraum für die Preisgestaltung im Interim Management. Vollständige Transparenz hilft hier, einen fairen Vertragsmodus zu finden.

Typischer Ausgangspunkt für die Vertragsanbahnung ist die 1% Regel. Diese besagt, dass der Tagessatz für Interim Manager bei einem Prozent des Bruttojahresgehaltes der betreffenden Position liegen soll. Liegt also beispielsweise das Zielgehalt für die zu besetzende Vakanz des CFO bei TEUR 120 p.a., so sollte der Tagessatz nach der 1% Regel EUR 1.200,00 betragen. Soweit die Regel, die oft Ausgangsbasis der Preisverhandlung ist. Einige wesentliche Faktoren sollten Sie zusätzlich kennen:

  1. Ist ein sogenannter Interim Management Provider tätig geworden? Erfolgt die Vorstellung geeigneter Interim Manager und die Vertragsgestaltung durch einen entsprechenden Dienstleister, so werden die Kosten dafür im Tagessatz enthalten sein. Typischerweise sind das zwischen 18 und 25% des Gesamtpreises. Dafür übernimmt der Provider das Marketing, das Recruiting und Screening der Kandidaten, die Einholung von Referenzen sowie andere individuelle Dienstleistungen.
  2. Aus Sicht des Interim Managers bedeutet das, dass auf den Tagessatz, den er/sie erzielen möchte, typischerweise zwischen 25 und 35% Provision des Providers hinzukommen.
  3. Über Spesen wird oft erst spät gesprochen und diese werden dann als nebensächlich abgetan. Dabei sind sie oft nicht unwesentlich. Werden Kosten für die Anreise und Übernachtungen fällig, kann der effektive durchschnittliche Tagessatz schnell 20% und mehr über der kalkulierten Basis liegen. Provision der Provider fällt für diesen Preisbaustein typischerweise nicht an. Tipp: Vereinbaren Sie transparente Spesenpauschalen oder ‚all-in‘ Preise, bei denen Spesen mit abgegolten sind.
  4. Berücksichtigen Sie, dass die typische durchschnittliche Auftragsauslastung von Interim Managern bei ca. 140 Tagen pro Jahr liegt. Nur diese Tage sind abrechenbar. Der Rest des Arbeitsjahres ist gefüllt mit Akquise, permanenten Updates zu Verfügbarkeiten, der Pflege von Kontakten und natürlich mit Weiterbildung und Erholung, damit die Interim Manager frisch an den Start gehen.
  5. Tage, an denen der Interim Manager durch Urlaub oder Krankheit verhindert ist, werden nicht berechnet.
  6. Typischerweise sind Kündigungsfristen frei verhandelbar. Wichtig ist dabei, dass das Unternehmen, welches den Interim Manager einsetzt, sicher ist, dass er/sie nicht ‚wegläuft‘, wenn es schwierig wird oder der Interim Manager ein anderes, besser bezahltes Angebot bekommt. Andererseits möchte kein Unternehmen Kosten weiterzahlen, wenn der Einsatz obsolet geworden ist, weil eine andere Lösung gefunden ist. Auch dafür gibt es geeignete Regelungen – fragen Sie nach.
  7. Kosten für Krankenversicherung, Rentenversicherung usw. – Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung fallen für das Unternehmen, in dem der Interim Manager tätig ist, nicht an. Zu beachten sind die Regelungen zur Scheinselbständigkeit.Als Alternative für den schnellen Einsatz eines Interim Profis sehen Unternehmen oft die permanente Neubesetzung der Stelle. Welche Kostenfaktoren sind dabei im Vergleich zu beachten?
  8. Die externe Besetzung der Stelle ist in der Regel mit Vermittlungskosten ab 25% des Jahresgehaltes verbunden. Gehen Sie zur schnellen Neubesetzung der Stelle Kompromisse ein und stellen später fest, dass die Stelle falsch besetzt ist, ist eine kostenlose Nachbesetzungsklausel von Vorteil aber kein Garant. Die Rekrutierungskosten bleiben.
  9. Nach Abzug von Urlaub, Krankheit, Fortbildung etc. bleiben meist höchstens 220 Arbeitstage eines Angestellten. Diese sollten in den Vergleich einbezogen werden.
  10. Übrige Kosten wie Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung und Kosten für die Überlassung von Firmen PKW erhöhen das Bruttojahresgehalt von angestellten Managern. Spesen und Weiterbildungskosten kommen ebenfalls hinzu.

Wenn Sie nun all diese direkt vergleichbaren Kosten im Blick haben, dann besprechen Sie mit potenziellen Interim Managern, was sie leisten können und betrachten das Potenzial, das sie mitbringen. Einer erfolgreichen Zusammenarbeit steht dann nichts mehr im Wege.

Wie findet man den passenden Interim Manager?

 

Der Bedarf kommt oft überraschend: Ein leitender Mitarbeiter verlässt das Unternehmen kurzfristig aus eigener Motivation, aus gesundheitlichen Gründen oder weil er das Vertrauen des Managements oder der Gesellschafter nicht mehr genießt. Und nun? Viel Zeit für einen langen Rekrutierungsprozess bleibt nicht, denn wichtige Projekte müssen umgesetzt werden und Zahlentransparenz ist gerade jetzt wichtig. Dafür gibt es heute Interim Management – erfahrene Spezialisten arbeiten sich in kürzester Zeit in die besonderen Anforderungen ein. Soweit so gut. Doch birgt das nicht auch Risiken? Wie kann das Risiko minimiert werden, hier an falscher Stelle zu investieren oder gar an den falschen zu geraten? Sind da nicht auch Interim Manager dabei, die nicht fest angestellt sind, weil sich die Zusammenarbeit mit Unternehmen einfach schwierig gestaltet? Folgende Tipps sollen bei der Auswahl helfen:

  1. Klären Sie, welche 5 Punkte Ihnen am Wichtigsten sind bei der Auswahl eines geeigneten Interim Managers. Beziehen Sie die Meinung des Teams dabei unbedingt mit ein, um sicherzustellen, dass dann der Start gelingt. Unterschätzen Sie neben der Fachkompetenz die sozialen Aspekte nicht. Ein Interim Manager im vorruhestandsfähigen Alter ist möglicherweise in einem jungen start-up fehl am Platz aber in einem stabilen Konzernumfeld genau richtig.
  2. Suchen Sie in den einschlägigen Netzwerken wie linkedin oder xing oder einfach über google und sprechen Sie eine Auswahl  derjenigen direkt an, die in den 5 relevanten  Punkten am ehesten überzeugen. So bekommen Sie schnell einen Überblick über die Interim Manager. Auch wenn diese natürlich nicht alle verfügbar sind, können diese Kontakte helfen, einen Überblick über den Markt und die Konditionen zu bekommen.
  3. Der Kunde ist König: Fragen Sie die Kandidaten doch einfach mal, ob sie bereit wären, einen Probetag zu investieren, in dem Sie dann gemeinsam einen Masterplan erarbeiten. Das ist deutlich effizienter als ein Vorstellungsgespräch.
  4. Fragen Sie nach der Flexibilität bei Kündigungsfristen. Eine denkbare Variante: Der Interim Manager kann nur mit drei Monaten Kündigungsfrist den Vertrag beenden, Sie aber wöchentlich. Sofern das unter Geschäftspartnern durchsetzbar ist, gibt es Ihnen Gewähr, dass Ihr Interim Manager nicht wegläuft, wenn’s schwierig wird aber Sie nur solange bezahlen, solange Sie den Bedarf haben.
  5. Wenden Sie sich an seriöse Interim Management Provider. Zwar zahlen Sie hier in der Regel eine Marge zwischen 25 und 40% an den Provider aber Sie bekommen professionelle Unterstützung. Hier sind aktuell verfügbare Interim Manager gelistet, Referenzen wurden bereits geprüft und oft sind die Interim Manager auf Grund der bisherigen Zusammenarbeit bekannt. Der Vorteil: Sie bekommen schnell eine Auswahl verfügbarer Spezialisten ohne Zeit in die Recherche zu stecken.
  6. Referenzen und Empfehlungen: Fragen Sie doch einfach mal Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Ihren Bankberater oder Ihren Rechtsanwalt. Oft sind Interim Manger bei diesen Geschäftspartnern bekannt. In jedem Fall sollten Sie Referenzen anfragen.