Wie findet man den passenden Interim Manager?

 

Der Bedarf kommt oft überraschend: Ein leitender Mitarbeiter verlässt das Unternehmen kurzfristig aus eigener Motivation, aus gesundheitlichen Gründen oder weil er das Vertrauen des Managements oder der Gesellschafter nicht mehr genießt. Und nun? Viel Zeit für einen langen Rekrutierungsprozess bleibt nicht, denn wichtige Projekte müssen umgesetzt werden und Zahlentransparenz ist gerade jetzt wichtig. Dafür gibt es heute Interim Management – erfahrene Spezialisten arbeiten sich in kürzester Zeit in die besonderen Anforderungen ein. Soweit so gut. Doch birgt das nicht auch Risiken? Wie kann das Risiko minimiert werden, hier an falscher Stelle zu investieren oder gar an den falschen zu geraten? Sind da nicht auch Interim Manager dabei, die nicht fest angestellt sind, weil sich die Zusammenarbeit mit Unternehmen einfach schwierig gestaltet? Folgende Tipps sollen bei der Auswahl helfen:

  1. Klären Sie, welche 5 Punkte Ihnen am Wichtigsten sind bei der Auswahl eines geeigneten Interim Managers. Beziehen Sie die Meinung des Teams dabei unbedingt mit ein, um sicherzustellen, dass dann der Start gelingt. Unterschätzen Sie neben der Fachkompetenz die sozialen Aspekte nicht. Ein Interim Manager im vorruhestandsfähigen Alter ist möglicherweise in einem jungen start-up fehl am Platz aber in einem stabilen Konzernumfeld genau richtig.
  2. Suchen Sie in den einschlägigen Netzwerken wie linkedin oder xing oder einfach über google und sprechen Sie eine Auswahl  derjenigen direkt an, die in den 5 relevanten  Punkten am ehesten überzeugen. So bekommen Sie schnell einen Überblick über die Interim Manager. Auch wenn diese natürlich nicht alle verfügbar sind, können diese Kontakte helfen, einen Überblick über den Markt und die Konditionen zu bekommen.
  3. Der Kunde ist König: Fragen Sie die Kandidaten doch einfach mal, ob sie bereit wären, einen Probetag zu investieren, in dem Sie dann gemeinsam einen Masterplan erarbeiten. Das ist deutlich effizienter als ein Vorstellungsgespräch.
  4. Fragen Sie nach der Flexibilität bei Kündigungsfristen. Eine denkbare Variante: Der Interim Manager kann nur mit drei Monaten Kündigungsfrist den Vertrag beenden, Sie aber wöchentlich. Sofern das unter Geschäftspartnern durchsetzbar ist, gibt es Ihnen Gewähr, dass Ihr Interim Manager nicht wegläuft, wenn’s schwierig wird aber Sie nur solange bezahlen, solange Sie den Bedarf haben.
  5. Wenden Sie sich an seriöse Interim Management Provider. Zwar zahlen Sie hier in der Regel eine Marge zwischen 25 und 40% an den Provider aber Sie bekommen professionelle Unterstützung. Hier sind aktuell verfügbare Interim Manager gelistet, Referenzen wurden bereits geprüft und oft sind die Interim Manager auf Grund der bisherigen Zusammenarbeit bekannt. Der Vorteil: Sie bekommen schnell eine Auswahl verfügbarer Spezialisten ohne Zeit in die Recherche zu stecken.
  6. Referenzen und Empfehlungen: Fragen Sie doch einfach mal Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Ihren Bankberater oder Ihren Rechtsanwalt. Oft sind Interim Manger bei diesen Geschäftspartnern bekannt. In jedem Fall sollten Sie Referenzen anfragen.